16. Januar 2012
von admin
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Unsere natürlichen Kräuter sind schon seit Menschengedenken in Gebrauch. Schon die Chinesen haben das schmackhafte Unkraut für alles Mögliche genutzt: angefangen vom Aufpeppen ihrer Lieblingsgerichte bis hin zur Behandlung von Allergien.
Wir schätzen heute im Allgemeinen die Kräuter wegen ihres kulinarischen Gebrauchs, allerdings gibt es auch eine Menge medizinischer Anwendungsgebiete.
Unsere Vorfahren kannten den Gebrauchswert eines Krautes ganz genau. Sie wußten, ob man damit Zahnschmerzen kurieren oder ein verdorbenen Magen wieder herrichten konnte – es war halt für alles ein Kraut gewachsen. Einige der wohlschmeckendsten Gerichte erhalten ihren typischen Geschmack durch die Verwendung bestimmter Kräuter.
Was wäre ein Kürbiskuchen ohne die Kräuter. Die meisten Saucen bekommen ihren Geschmack durch Kräuter aus der Natur. Die meisten von ihnen kann man im Hausgarten anbauen. Die Menschen vergessen den ausgeprägten Geschmack der Kräuter, wenn sie versuchen, ohne sie zu kochen. Kräuter mögen unscheinbare Pflanzen am Straßenrand sein, aber es sind sehr wirkungsvolle Pflanzen. Sie wurden schon vor Jahrtausenden benutzt.
Beim Bergwandern in den Alpen fanden zwei Wanderer den Leichnam eines Mannes, von dem sie annahmen, er sei gestürzt und hätte sich tödlich verletzt. Bei näherer Untersuchung stellte sich heraus, daß dies ein Jahrhundertfund war: Dieser Mann lebte vor 5000 Jahren und ging als “Ötzi” in die Geschichte ein. Er wurde zum Beginn der letzten Eiszeit im Eis gefangen und eingefroren. Was die Angelegenheit so einzigartig machte, waren die Dinge, die bei dem Mann gefunden wurden. Eines davon war ein kleiner Lederbeutel mit Kräutern. Es handelte sich vermutlich um Heilkräuter.
Die Kräuter waren im ausgehenden Mittelalter und der frühen Neuzeit auch ein begehrtes Objekt des Handels. Reisen in den Fernen Osten brachten wundervolle Gewürze wie Ingwer und Zimt nach Europa. Salbei aus Asien war sehr gefragt. Durch die Begierde nach diesen aromatischen und heilkräftigen exotischen Pflanzen wurden viele neue Handelswege begründet. Die Nachfrage nach Kräutern öffnete manche Türen zu verschiedenen Kulturen.
Die frühe Verwendung von Kräutern erfolgte meist zu Heilzwecken. Es wurden Pflanzen entdeckt, die das körperliche oder geistige Wohlbefinden verbesserten oder auch Schmerzen linderten. Die Kamille beispielsweise hat einen beruhigenden Effekt. Die meisten Minzen beseitigen zuverlässig eine Magenverstimmung.
Für eine lange Zeit waren die Heilkräuter die einzige Medizin, die die Menschen kannten. Nachdem man erkannt hatte, daß nicht übernatürliche Kräfte die Ursache von Krankheiten waren, wurden die Kräuter nach und nach immer wichtiger. Dann, mit Beginn der modernen Medizin, trat die Verwendung von Heilkräutern wieder zurück. Vielerorts wurde die Volksmedizin verpönt. Die Kräuterheilkunde wurde als minderwertig angesehen, ihre Anhänger in die Ecke der Hexenkunst gedrängt.
Spätestens seit den 1970er-Jahren haben die Heilpraktiker ihr Comeback angetreten. Die Verwendung von Heilkräutern wurde zunehmend wieder populärer. Jetzt realisierten die Menschen wieder, daß diverse Krankheiten besser auf natürliche Weise durch Kräuter als durch Chemie behandelt werden können. Viele verschriebene Medikamente haben ohnehin ein natürlichen pflanzlichen Hintergrund, so daß viele Menschen wieder auf alte Heilpraktiken zurückgriffen.
Den Kochtopf haben die Kräuter allerdings nie verlassen. Mehr darüber lesen Sie im nächsten Artikel dieser Kategorie. Wenn Sie über sein Erscheinen per Mail benachrichtigt werden möchten, dann abonnieren Sie doch einfach unseren Newsletter.
